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1. Warum sind ethisch-juristische Determinanten in der psychologischen Diagnostik von großer Bedeutung?
Die psychologische Diagnostik befasst sich mit der Eigenständigkeit diagnostizierter Personen und deren Beziehungen zu anderen, also mit Selbst- und Fremdbestimmung, Freiheit und Personenwürde. Daher ist sie untrennbar mit ethischen und juristischen Ansprüchen verbunden. Besondere Herausforderungen entstehen, wenn die Diagnostik nicht auf Wunsch der betroffenen Person erfolgt, da dies intime Sachverhalte berühren und den Lebensrahmen erheblich beeinflussen kann.
2. Welche besonderen Herausforderungen ergeben sich, wenn eine psychologische Diagnostik nicht auf Wunsch der betroffenen Person durchgeführt wird?
Wenn die Diagnostik nicht auf Wunsch der betroffenen Person erfolgt, können besondere Herausforderungen entstehen. Dies kann den Einschluss persönlicher, teils intimer Sachverhalte bedeuten, die ohne die Zustimmung der Person erhoben werden. Zudem kann das Ergebnis der Diagnostik den Lebensrahmen der diagnostizierten Person erheblich beeinflussen, was ethische und juristische Bedenken hinsichtlich der Selbstbestimmung aufwirft.
3. Was versteht man im Kontext der psychologischen Diagnostik unter "Werten"?
Werte sind oft kulturell bedingte Zielvorstellungen, die als Leitplanken für das Handeln dienen. Ein Beispiel hierfür ist ein respektvoller Umgang mit diagnostizierten Personen. Aus diesen Werten können dann konkrete Handlungsanweisungen abgeleitet werden, die das Verhalten in der diagnostischen Praxis prägen sollen.
4. Erklären Sie den Begriff "Normen" im Zusammenhang mit ethisch-juristischen Determinanten.
Normen sind informelle, allgemeine Verhaltensregeln, die in einer Gesellschaft oder einem Berufsstand etabliert sind. Sie sind nicht formal verabschiedet, aber dennoch bindend für das soziale Miteinander. Ein Beispiel ist die Regel, diagnostizierte Personen nicht zu belügen, was eine grundlegende Erwartung an die Integrität des Diagnostikers darstellt.
5. Was sind "Ethikkodizes, Leitlinien und Richtlinien" und welche Konsequenzen hat ein Verstoß dagegen?
Ethikkodizes, Leitlinien und Richtlinien sind konkrete Handlungsvorgaben, die das professionelle Verhalten in der psychologischen Diagnostik regeln. Sie dienen dazu, ethische Prinzipien in die Praxis umzusetzen, wie beispielsweise die Respektierung des Abbruchwunsches einer Diagnostik. Ein Verstoß gegen diese Vorgaben wird als berufsständisches Fehlverhalten betrachtet und kann disziplinarische Maßnahmen nach sich ziehen.
6. Wie unterscheiden sich "Gesetze" von "Ethikkodizes" in Bezug auf ihre Verbindlichkeit und Konsequenzen?
Gesetze sind formal verabschiedete, verbindliche Verhaltensregelungen staatlicher Instanzen, die durchsetzbar sind und bei Nichteinhaltung konkrete Sanktionen nach sich ziehen. Im Gegensatz dazu sind Ethikkodizes berufsständische Vorgaben, deren Verstoß als berufsständisches Fehlverhalten gilt. Während Gesetze staatlich sanktioniert werden, führen Verstöße gegen Ethikkodizes zu berufsrechtlichen Konsequenzen innerhalb des Berufsstandes.
7. Beschreiben Sie einen möglichen Konflikt zwischen ethischen/rechtlichen Anforderungen und der Validität in der Diagnostik.
Ein Konflikt kann entstehen, wenn Methoden, die zu validen diagnostischen Ergebnissen führen würden, ethisch oder rechtlich problematisch sind. Zum Beispiel könnten irreführende Settings oder heimliche Verhaltensregistrierungen zwar valide Daten liefern, verletzen aber Prinzipien wie informierte Zustimmung oder Privatsphäre. Hier muss abgewogen werden, ob die Validität das ethische oder rechtliche Problem überwiegt, was selten der Fall ist.
8. Was beinhaltet das ethische Grundprinzip der "Selbstbestimmung, Freiwilligkeit und informierten Zustimmung"?
Dieses Prinzip fordert, dass die diagnostizierte Person freiwillig an der Diagnostik teilnimmt und umfassend über den Zweck, die Methoden und mögliche Konsequenzen informiert wird. Die informierte Zustimmung setzt ein Verständnis der Situation voraus, was eine adäquate Sprache und bei Minderjährigen die Information der Verantwortlichen einschließt. Zudem muss die Möglichkeit des Abbruchs jederzeit ohne negative Konsequenzen bestehen.
9. Welche Aspekte umfasst das ethische Grundprinzip der "Schadensvermeidung" in der psychologischen Diagnostik?
Das Prinzip der Schadensvermeidung gewährleistet die physische und psychische Unversehrtheit der diagnostizierten Person. Es beinhaltet den Schutz der Privatsphäre und die Minimierung von Risiken, insbesondere für vulnerable Gruppen. Diagnostiker müssen sicherstellen, dass durch ihre Tätigkeit keine negativen Auswirkungen entstehen und potenzielle Schäden proaktiv vermieden werden.
10. Erläutern Sie das ethische Grundprinzip der "Fürsorge" in der psychologischen Diagnostik.
Fürsorge bedeutet, Respekt vor der Würde des Individuums zu zeigen und für dessen Wohlergehen Sorge zu tragen. Dies kann sich beispielsweise durch die Bereitstellung von Wissenserweiterung über sich selbst oder das Angebot individualisierter Auswertungen äußern. Das Ziel ist es, dem Individuum einen Nutzen aus der Diagnostik zu ermöglichen und seine Entwicklung positiv zu unterstützen.
11. Was besagt das ethische Grundprinzip der "Gerechtigkeit" in Bezug auf die psychologische Diagnostik?
Das Prinzip der Gerechtigkeit fordert, dass niemand willkürlich von der Teilnahme an diagnostischen Verfahren ausgeschlossen wird. Zudem dürfen keine erhöhten Risiken für vulnerable Gruppen entstehen. Es geht darum, Chancengleichheit zu gewährleisten und sicherzustellen, dass die Diagnostik fair und unparteiisch durchgeführt wird, ohne Diskriminierung oder Benachteiligung.
12. Nennen Sie mindestens drei rechtliche Rahmenbedingungen, die für die psychologische Diagnostik relevant sind.
Zu den vielfältigen rechtlichen Rahmenbedingungen für die psychologische Diagnostik gehören das Grundgesetz, das Betriebsverfassungsgesetz und Datenschutzgesetze wie die DSGVO und das BDSG. Weitere relevante Gesetze sind das Strafgesetzbuch, die Fahrerlaubnisverordnung, Sozialgesetze und das PsychKG. Diese Gesetze bilden den rechtlichen Rahmen, innerhalb dessen psychologische Diagnostik stattfinden muss.
13. Welchen Schutz bietet Artikel 1 des Grundgesetzes im Kontext der psychologischen Diagnostik?
Artikel 1 des Grundgesetzes schützt die Menschenwürde als unantastbar. Dies bedeutet, dass jede diagnostische Maßnahme die Würde der Person respektieren muss und keine entwürdigenden oder herabwürdigenden Praktiken angewendet werden dürfen. Die Achtung der Menschenwürde ist eine fundamentale Grenze für alle staatlichen und beruflichen Handlungen, einschließlich der psychologischen Diagnostik.
14. Was wird aus Artikel 2 des Grundgesetzes für die psychologische Diagnostik abgeleitet?
Artikel 2 des Grundgesetzes sichert das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit. Daraus wird das Recht auf informationelle Selbstbestimmung abgeleitet. Dies bedeutet, dass jede Person selbst über die Preisgabe und Verwendung ihrer personenbezogenen Daten bestimmen soll, was die Grenzen der Informationserhebung in der psychologischen Diagnostik klar definiert.
15. Erklären Sie den Begriff "informationelle Selbstbestimmung" im Kontext der psychologischen Diagnostik.
Informationelle Selbstbestimmung bedeutet, dass jede Person das Recht hat, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung ihrer personenbezogenen Daten zu bestimmen. In der psychologischen Diagnostik begrenzt dies das Informationsrecht der Diagnostizierenden. Es stellt sicher, dass Eingriffe in die Privatsphäre nur mit informierter Zustimmung und für klar definierte Zwecke erfolgen dürfen.
16. Welche Anforderungen muss eine psychologische Diagnostik bezüglich der Fragestellung erfüllen?
Eine psychologische Diagnostik muss einen eindeutigen Bezug zur Fragestellung aufweisen. Sie muss erforderlich, geeignet und zumutbar sein, um die gestellte Frage zu beantworten. Die erhobenen Daten dürfen zudem nur für den jeweiligen Zweck verwendet werden, der präzise bestimmt sein muss, um die informationelle Selbstbestimmung der Person zu wahren.
17. Was sind "personenbezogene Daten" gemäß Datenschutzgesetzen? Nennen Sie Beispiele.
Personenbezogene Daten sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen. Dazu gehören direkte Identifikatoren wie Adresse, Telefonnummer oder Bankdaten. Auch Fotos oder andere Merkmale, die eine Identifizierung ermöglichen, fallen unter diesen Begriff.
18. Was versteht man unter "besonderen Kategorien personenbezogener Daten" und warum sind sie besonders schützenswert?
Besondere Kategorien personenbezogener Daten umfassen sensible Informationen, die ein höheres Schutzbedürfnis haben. Dazu gehören Daten zur rassischen oder ethnischen Herkunft, politische Meinungen, religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen, Gesundheitsdaten oder Daten zum Sexualleben. Ihr Schutz ist zentral, da ihre Offenlegung zu Diskriminierung oder erheblichen Nachteilen führen kann.
19. Welche Strafvorschriften sieht das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) für die unbefugte Offenbarung personenbezogener Daten vor?
Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sieht Strafvorschriften für die unbefugte Offenbarung personenbezogener Daten vor. Dies unterstreicht die Ernsthaftigkeit des Datenschutzes und die Notwendigkeit, mit sensiblen Informationen verantwortungsvoll umzugehen. Die genauen Sanktionen können je nach Schwere des Verstoßes variieren, dienen aber der Abschreckung und dem Schutz der Betroffenen.
20. Wie lange müssen Unterlagen aus psychologischen Untersuchungen im Bereich der Psychotherapie mindestens aufbewahrt werden?
Im Bereich der Psychotherapie müssen die Dokumentationen aus psychologischen Untersuchungen mindestens zehn Jahre aufbewahrt werden. Dies dient der Nachvollziehbarkeit der Behandlung und der Einhaltung rechtlicher Vorgaben. Eine unbefugte Weitergabe an Dritte ist untersagt, während die Übermittlung an bestimmte Institutionen wie Krankenkassen geregelt ist.
21. Was regelt Paragraph 203 des Strafgesetzbuches (StGB) bezüglich der Schweigepflicht?
Paragraph 203 StGB regelt die Schweigepflicht für Berufsgeheimnisträger, darunter auch Berufspsychologen. Wer unbefugt ein fremdes Geheimnis, insbesondere aus dem persönlichen Lebensbereich, offenbart, das ihm in seiner beruflichen Eigenschaft anvertraut wurde, wird mit Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bestraft. Dies gilt auch für berufsmäßig tätige Gehilfen.
22. Wann besteht eine Befugnis zur Offenbarung von Geheimnissen, die der Schweigepflicht unterliegen?
Eine Befugnis zur Offenbarung von Geheimnissen besteht in der Regel bei einer ausdrücklichen Einwilligung der betroffenen Person. Eine weitere Befugnis kann durch einen berufsbezogenen Ergebnisbericht gegeben sein, sofern dieser im Rahmen der vereinbarten Dienstleistung liegt und die Person über die Weitergabe informiert wurde. Anonymisierte Daten sind von der Schweigepflicht ausgenommen, da die betroffene Person nicht identifizierbar ist.
23. Wann kann eine Offenbarungspflicht für Psychologen bestehen, obwohl sie der Schweigepflicht unterliegen?
Eine Offenbarungspflicht kann bestehen, wenn Psychologen von bestimmten geplanten oder gerade ausgeführten Straftaten erfahren, die noch abgewendet werden können. Dies betrifft in der Regel schwere Straftaten, bei denen eine Gefahr für Leib oder Leben Dritter besteht. In solchen Fällen überwiegt das Schutzinteresse der Allgemeinheit die Schweigepflicht.
24. Wer hat im Strafprozess und staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahren ein Zeugnisverweigerungsrecht gemäß § 53 Abs. 1 Nr. 2 StPO?
Gemäß § 53 Abs. 1 Nr. 2 StPO haben im Strafprozess und staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahren nur approbierte Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten ein Zeugnisverweigerungsrecht. Psychologen ohne Approbation, die nicht unter diese spezifische Kategorie fallen, haben in der Regel eine Zeugenpflicht und müssen aussagen, wenn sie geladen werden.
25. Welche Anforderungen müssen Stellenausschreibungen in der Eignungsdiagnostik erfüllen?
Stellenausschreibungen in der Eignungsdiagnostik müssen diskriminierungsfrei sein. Das bedeutet, sie dürfen keine Merkmale fordern oder ausschließen, die nicht direkt für die Ausübung der Tätigkeit relevant sind. Eine Ausnahme besteht nur, wenn der Arbeitsplatz spezifische Beschränkungen erzwingt, die objektiv begründet sind.
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Was ist der Hauptgrund, warum psychologische Diagnostik untrennbar mit ethischen und juristischen Ansprüchen verbunden ist?








